Mehr Bewusstsein, mehr Gesundheit, mehr Sport!
27.4.2020

Stress und seine Auswirkungen auf deinen Körper

Mehr Bewusstsein, mehr Gesundheit, mehr Sport!

Deine Woche ist durchgetaktet von Montag bis mindestens Freitag. Deine Tage beginnen mit dem Weckerklingeln. Es reißt Dich aus Deinem Schlaf, viel zu früh und jeden Tag aufs Neue. Du schleppst dich zur Kaffeemaschine, danach unter die Dusche. Dein Bestreben? Fit zu werden, loszulegen, durchzustarten. Du willst Deine To-Do-Listen abarbeiten, Deine Termine wahrnehmen, Deine Mails beantworten, Deine Telefonate dazwischenschalten. Du musst funktionieren, leisten, beeindrucken. Schneller. Höher. Weiter. Abends, bei Blick auf die Uhr, fällt Dir ein, dass Du noch zum Sport wolltest, doch möchtest Du noch drei Mails versenden, zwei Anrufe tätigen und ein Projekt anstoßen.

 

Die einzige Resonanz eines solchen Tages ist Stress und seine gravierenden Folgen auf Deinen Körper. Doch was bedeutet eigentlich Stress und wie reagiert unser Körper darauf? Und inwieweit besteht eine Korrelation zwischen Stress und unserer Körperfettverteilung?

 

Die 4 Formen von Stress

 

Stress ist nicht gleich Stress. Es gibt unterschiedliche Formen von Stress. Man unterscheidet nicht nur in positiven und negativen Stress, sondern auch noch in die folgenden 4 Formen von Stress:

 

1. Psychologischer Stress — Job, Tod, Verlust, Scheidung

2. Physiologischer Stress — Unfall, Verletzung, Hungern

3. Umweltbedingter Stress — Arbeitsbedingte Chemikalienaussetzung, Lebensumstände, Luft-, Wasser- oder Bodenverschmutzung

4. Metabolischer Stress — Infektion, metabolisches Syndrom, chronische Entzündungen

 

Die Auswirkungen von Stress auf unseren Körper

 

Stress ist eine der häufigsten Ursachen für chronische Krankheiten. Er beeinflusst unsere Physiologie und Psychologie, unser Essverhalten und unseren Lifestyle. Doch wie und warum?

 

Stell dir einmal die folgende Situation vor: Du hast um 10 Uhr ein wichtiges Meeting. Du hast dich wochenlang darauf vorbereitet. Um 9:45 Uhr wachst Du auf und stellst mit Blick auf den Wecker schockiert fest, dass Du mit Sicherheit zu spät zu Deinem Termin kommen wirst. Welche Reaktionen Deines Körpers nimmst Du wahr? Deine Hände werden feucht, Du fängst an zu schwitzen, Dein Puls steigt, Deine Aufmerksamkeit ist deutlich erhöht. Das ist ein ganz typisches Stressverhalten. Den Frühmenschen ermöglichte es in wenigen Sekundenbereit für ihre Flucht oder einen Angriff zu sein. Uns ermöglicht dieses Verhalten heute eine höhere Leistungsfähigkeit und ein dementsprechend schnelleres Arbeiten.

 

Der Körper stellt bei Stress Energiereserven bereit, das Immunsystem ist stärker, die Hormonkaskaden werden aktiviert und Blutzucker, Wachstumshormone sowie die Stresshormone Kortisol, Adrenalin und Noradrenalin steigen an.

 

Die sichtbaren Folgen von Stress auf unseren Körper

 

Um jederzeit ausreichend Energiereserven abrufen zu können, benötigt es der entsprechenden Speicherung des dafür notwendigsten Energielieferanten: dem Fett.

 

Neben vielen eher langfristigen und zunächst unterschwelligen Folgen von Stress auf unseren Körper, macht sich insbesondere die erhöhte Ausschüttung von Cortisol daher frühzeitiger bemerkbar. Cortisol triggert bestimmte Fettzellen und regt die Ausschüttung von fettspeichernden Enzymen an, die insbesondere in der Bauchregion sitzen. Das ist also der Grund, warum Stress und Fettleibigkeit mit Bauchfett korrelieren. Auch ein höherer Fettanteil im Bereich des oberen Rückens sowie an den Wangen, am Unterkinn und im Genick sind bei erhöhter Cortisol-Ausschüttung zu verzeichnen. Mit einher gehen die Fett- und Muskelabnahme unter den Ellbogen und den Knien. Der Eindruck der zentralen Adipositas wird dadurch noch verstärkt. Der Körper zentriert also bei Stress das vorhandene Körperfett im Bereich von Bauch und Hüfte.

 

Das Training macht’s – nicht!

 

Insbesondere Männer klagen über zu viel Bauchfett oder Fett in der Brustregion, Frauen über zu viel Hüftspeck. Na dann ran an den Speck! Entgegen weit verbreiteter Meinungen führt der Weg zum Speck aber nicht über Sport. Insbesondere Ausdauertraining kann sogar zu entgegengesetzten Effekten führen. Studien zeigen, dass bei Ausdauerathleten ein bis zu 50% höherer Cortisolspiegel vorliegt. Die lange Belastung des körperlichen Mechanismus sorgt für eine vermehrte Ausschüttung von Cortisol und einen angeregteren Appetit insbesondere auf Stärke und kohlenhydratreiches Essen. Die Folgen dieses erhöhten Cortisolspiegels ist auch im Falle des Ausdauersports die Ablagerung von Fett in den Problemregionen, wobei in diesem Fall noch der Appetit angeregt und mehr Kohlenhydrate zugeführt werden.

 

Was hilft bei Stress und reguliert das Körperfett?

  • Schlafe! (mehr Informationen)
  • Setze auf Krafttraining, HIIT (High Intensity Intervall Training), Yoga, Meditation und Spaziergänge!
  • Achte auf eine ballaststoff- und Vitamin-C-reiche Ernährung!
  • Iss bedarfsgerecht, regelmäßig und baue Fastenperioden in Deinen Alltag ein (bspw. 16:8)!
  • Bereite dir Essen vor, sodass Du in Deiner Mittagspause nicht gezwungen bist zum Döner-Imbiss zu gehen!
  • Ergänze Deine Nahrung ggf. durch Ergänzungsmittel, insbesondere um Vitamine und Magnesium!
  • Arbeite an Deinem Zeit- und Stressmanagement!
  • Vermindere Deine Stressoren, denk an Dein Hormonsystem und Deine Körperkomposition!
  • Nimm dir Zeit für dich und Deinen Körper! Du hast nur ihn. Pflege ihn und schätze ihn wert. Er wird es Dir danken und Du wirst dich wohler denn je fühlen.  

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